Was Sie über Gallensteine wissen sollten

Die Gallenblase speichert die Galle und leitet sie während der Mahlzeiten in den Darm weiter. Gallensteine, die durch die Kristallisierung der Galle entstehen, verursachen in der Regel keine Beschwerden; sollten jedoch Schmerzen oder Komplikationen auftreten, ist eine Behandlung erforderlich. Eine regelmäßige Nachsorge und gegebenenfalls ein chirurgischer Eingriff bieten eine sinnvolle Lösung.
Was Sie über Gallensteine wissen sollten

Die Gallenblase ist ein Organ, das während der Fastenphasen die Galle speichert und sie während der Mahlzeiten in den Darm leitet. Die Galle wird in der Leber gebildet und gelangt in die Gallenblase. Bei manchen Menschen bilden sich aufgrund der chemischen Zusammensetzung der Galle Kristalle. Diese Kristalle können mit der Zeit die Größe von Sandkörnern und später die Größe von Steinen erreichen. In manchen Fällen verbinden sie sich, verdicken sich und bilden Ablagerungen; dies wird als Gallenschlamm bezeichnet.

 

Warum entstehen Gallensteine?

Auch wenn die genaue Ursache nicht vollständig bekannt ist, wird angenommen, dass der wichtigste Faktor die genetischen Eigenschaften sind, die die chemische Zusammensetzung des Safrans bestimmen. Darüber hinaus:

  • Die Einnahme bestimmter hormonähnlicher Medikamente,

  • Fettleibigkeit und Bewegungsmangel,

  • Diabetes und Lebererkrankungen,

  • Einige Blutkrankheiten

kann das Risiko für die Bildung von Gallensteinen erhöhen. Gallensteine treten häufiger bei Frauen und bei Menschen über 40 Jahren auf. Studien haben ergeben, dass bei Frauen über 60 Jahren in Europa 17 %, in Amerika 9 % und in der Türkei 15 % Gallensteine aufweisen. Bei Männern liegt dieser Anteil bei etwa 6–12 %.

 

Symptome und Komplikationen

Die überwiegende Mehrheit der Gallensteine sind „stille Steine“, das heißt, sie verursachen keinerlei Beschwerden und werden meist zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung entdeckt. Bei Steinen, die Beschwerden verursachen, ist Schmerz das häufigste Symptom; er tritt meist oberhalb des Magens oder im rechten Unterbauch auf, insbesondere nach dem Essen in Form von Anfällen. Diese Schmerzen können manchmal nachts aus dem Schlaf wecken und von Übelkeit begleitet sein.

Wenn bei symptomatischen Steinen keine Behandlung erfolgt, können Komplikationen auftreten. Dazu gehören:

  • Starke Schmerzen und Fieber aufgrund einer Gallenblasenentzündung,

  • Gelbsucht infolge einer Verstopfung durch einen in den Hauptgallengang gefallenen Stein,

  • Es liegt eine obstruktive Pankreatitis vor.

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Diagnosemethoden

Die Diagnose von Gallensteinen wird in der Regel mittels Ultraschall gestellt. Bei einer Entzündung der Gallenblase kann dies ebenfalls im Ultraschall festgestellt werden. Für eine detaillierte Untersuchung der Gallenblase kann eine CT-Untersuchung (Computertomographie) durchgeführt werden. Ist ein Stein in den Gallengang gewandert, erfolgt die Diagnose mittels endoskopischer Ultraschalluntersuchung (EUS) oder MRCP (MRT-Untersuchung des Gallengangs).

Behandlung

 

Bei asymptomatischen Gallensteinen ist keine Behandlung erforderlich; es wird lediglich eine jährliche Ultraschallkontrolle empfohlen. Bei Auftreten von Schmerzen oder Komplikationen ist eine Operation die einzige Behandlungsmethode. Heutzutage ist die laparoskopische (schonende) Gallenblasenoperationdie gängigste Methode; sie ist in der Regel sicher und verläuft komplikationslos.

Wenn die Gallenblase entzündet ist, wird zunächst eine Antibiotikabehandlung durchgeführt. Befindet sich ein Stein im Hauptgallengang, wird dieser zunächst endoskopisch mittels ERCP entfernt, anschließend wird eine Gallenblasenoperation durchgeführt.

Dieser Inhalt wurde vom medizinischen Redaktionsbeirat der Egemed-Krankenhäuser erstellt.