Allergologie und Immunologie
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Vorstellung der Klinik

Egemed Zentrum für Allergologie und Immunologie: Ihr Immunsystem ist in guten Händen

Unser Immunsystem ist ein ausgeklügelter und komplexer Abwehrmechanismus, der unseren Körper vor äußeren Bedrohungen wie Bakterien, Viren und Giftstoffen schützt. In manchen Fällen kann dieses System jedoch unter dem Einfluss genetischer oder umweltbedingter Faktoren aus dem Gleichgewicht geraten und auf normalerweise harmlose Substanzen wie Pollen, Hausstaub, Tierhaare oder bestimmte Lebensmittel übermäßig und belastend reagieren. Diese Überempfindlichkeitsreaktionen werden als „Allergie“ bezeichnet.

Die Abteilung für Allergologie und Immunologie des Egemed-Krankenhauses fungiert als multidisziplinäres Kompetenzzentrum, das sich an wissenschaftlichen Standards orientiert und sich der Diagnose, Behandlung sowie der langfristigen Nachsorge von allergischen Erkrankungen und Immunschwächen widmet. Unser Hauptziel ist es nicht nur, die akuten Symptome zu unterdrücken, sondern die Ursache des Problems zu finden und so die Lebensqualität unserer Patienten dauerhaft zu verbessern.

Diagnose- und Behandlungsprozesse in der Abteilung für Allergologie und Immunologie

⚠️ Bei welchen Symptomen sollten Sie sich an uns wenden?

Allergische Reaktionen beginnen manchmal mit einem einfachen Niesen, können sich aber auch zu lebensbedrohlichen Zuständen wie einer Anaphylaxie (allergischer Schock) entwickeln. Wenn Sie die folgenden Symptome bemerken, sollten Sie unverzüglich unsere Fachärzte aufsuchen:

  • Nachts auftretende, chronische Hustenanfälle und Atemnot (keuchende Atmung) unbekannter Ursache
  • In den Frühlingsmonaten oder in staubigen Umgebungen verstärkter Nasenausfluss, verstopfte Nase und wiederholtes Niesen
  • Rötung, Tränenfluss und starker Juckreiz an den Augen
  • Plötzlich auftretende und anhaltende Rötungen, Schwellungen und Hautausschläge (Urtikaria)
  • Schwellungen an Lippen und Zunge sowie Atemnot nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel oder der Einnahme von Medikamenten
  • Schwere Infektionen bei Erwachsenen oder Kindern, die häufig wiederkehren und nur schwer abklingen (Verdacht auf Immunschwäche)



Die wichtigsten Erkrankungen, die in unserer Abteilung diagnostiziert und behandelt werden

Dank des Fachpersonals und der technischen Ausstattung unseres Krankenhauses werden alle Erkrankungen, die das Immunsystem betreffen – von den Atemwegen bis zur Haut – nach den neuesten Erkenntnissen der modernen Medizin behandelt.

Allergische Rhinitis (Heuschnupfen) und Bindehautentzündung

Die allergische Rhinitis, im Volksmund als Heuschnupfen bekannt, ist eine Entzündung der Nasenschleimhaut, die durch über die Atemwege aufgenommene Auslöser wie Pollen, Hausstaubmilben oder Schimmelpilze hervorgerufen wird. Sie tritt meist zusammen mit juckenden und tränenden Augen (allergische Konjunktivitis) auf. Dieses Krankheitsbild, das die Schlafqualität und die Leistungsfähigkeit im Beruf oder in der Schule erheblich beeinträchtigt, wird in unserer Klinik durch Tests zur Ermittlung der Ursache unter Kontrolle gebracht.

 

Allergisches Asthma

Asthma ist eine chronische Lungenerkrankung, die durch eine Verengung der Atemwege gekennzeichnet ist, wobei Allergien in den allermeisten Fällen die Ursache sind. Bei Kontakt mit einem Allergen verkrampfen sich die Atemwege, was zu Atemnot und pfeifenden Atemgeräuschen (Vizing) führt. In unserer Klinik arbeiten wir eng mit unserer Abteilung für Lungenheilkunde zusammen, um die allergische Ursache des Asthmas zu ermitteln und einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen.

 

Urtikaria (Nesselsucht) und atopische Dermatitis (Ekzem)

Plötzlich auftretende, wandernde, gerötete und stark juckende Hautausschläge werden als Urtikaria bezeichnet. Atopische Dermatitis hingegen ist eine chronische allergische Hauterkrankung, die insbesondere im Kindesalter beginnt und bei der die Schutzbarriere der Haut geschwächt ist. Bei solchen dermatologischen Reaktionen werden in Zusammenarbeit mit unserer Abteilung für Dermatologie sowohl interne als auch externe Behandlungsprotokolle erstellt.

 

Nahrungsmittel-, Arzneimittel- und Insektenallergien (Bienenallergien)

Zu den häufigsten Allergenen zählen Lebensmittel wie Kuhmilch, Eier, Nüsse und Meeresfrüchte sowie Antibiotika der Penicillin-Gruppe oder Bienenstiche. Solche Allergien können innerhalb von Sekunden zu einem lebensbedrohlichen Schockzustand führen, der als „Anaphylaxie“ bezeichnet wird. In unserer Klinik werden diese Allergene eindeutig identifiziert, und unseren Patienten werden Adrenalin-Autoinjektoren verschrieben, zusammen mit einer Einweisung in deren Anwendung in Notfällen.



Unsere fortschrittlichen Ermittlungsmethoden: Wie finden wir den Täter?

Die erste Voraussetzung für eine wirksame Behandlung ist die richtige Identifizierung des Auslösers (Allergens). In unserer Abteilung führen wir folgende moderne Allergietests durch:

    • 1. Hautpricktest: Dies ist der am häufigsten durchgeführte, schmerzfreie und schnelle Test. Dabei werden Lösungen auf den Unterarm getropft und leicht in die Haut eingerieben. Innerhalb von 15 bis 20 Minuten lässt sich anhand von sichtbaren Rötungen und Quaddeln feststellen, auf welchen Stoff (Pollen, Milben, Katzen-/Hundehaare, Pilze) Sie allergisch reagieren.

 

    • 2. Patch-Test: Hierbei handelt es sich um einen 48 bis 72 Stunden dauernden Test, bei dem Pflaster auf den Rücken geklebt werden, um insbesondere Kontaktallergien (Kontaktdermatitis) zu erkennen, die durch Kosmetika, Nickel (in Modeschmuck), Haarfärbemittel und Chemikalien verursacht werden.

 

    • 3. Umfassende spezifische IgE-Bluttests: In Fällen, in denen Hauttests nicht durchgeführt werden können (z. B. wenn der Patient intensiv Antihistaminika einnimmt oder seine Haut sehr reaktiv ist), werden anhand einer Blutprobe im Labor Hunderte verschiedener Allergene auf molekularer Ebene nachgewiesen.

 

  • 4. Lungenfunktionstests (LFT): Bei Patienten mit Verdacht auf allergisches Asthma ist dies der Goldstandard unter den Tests, mit dem die Lungenkapazität und die Verengung der Atemwege millimetergenau gemessen werden.



Ist eine dauerhafte Lösung möglich? (Immuntherapie – Impftherapie)

Als Egemed-Krankenhaus verfolgen wir bei der Allergiebehandlung nicht nur das Ziel, die Symptome zu lindern, sondern unseren Patienten zu helfen, auf immunologischer Ebene mit diesen Auslösern ins Reine zu kommen.

Herkömmliche Medikamente (Antihistaminika, Kortisonsprays) unterdrücken die Beschwerden zwar erfolgreich, beseitigen die Krankheit jedoch nicht vollständig. Die Allergieimpfung (Immuntherapie), die wir bei ausgewählten und geeigneten Patienten anwenden, ist die einzige wissenschaftlich fundierte Behandlungsmethode, die den Verlauf der Allergie grundlegend verändern kann. Die Substanz, auf die der Patient allergisch reagiert, wird dem Körper über einen Zeitraum von mehreren Monaten in Form von subkutanen Injektionen oder sublingualen Tropfen/Tabletten verabreicht, wobei mit sehr niedrigen Dosen begonnen wird. Auf diese Weise entwickelt das Immunsystem eine „Toleranz“ gegenüber dieser Substanz und reagiert nicht mehr darauf.

Dank der starken multidisziplinären Struktur, die unsere Klinik mit den Abteilungen für Lungenheilkunde, HNO, Dermatologie und Kinderheilkunde bildet, stehen wir Ihnen mit unserem Expertenteam zur Seite, um Ihre Immungesundheit zu schützen, die richtige Diagnose zu stellen und Sie vollständig von den einschränkenden Auswirkungen von Allergien zu befreien.

Dieser Inhalt wurde von den Egemed-Kliniken erstellt.

Veröffentlicht: 02. März 2026 – 00:16 Uhr • Zuletzt aktualisiert: 09. April 2026