Hand- und Mikrochirurgie
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Der Weg von der Diagnose bis zur Genesung (Operationsplanung, Physiotherapie und Empfehlungen zur Vorbeugung)

Von der Diagnose bis zur funktionellen Genesung: Der chirurgische Prozess und die Handtherapie

Ihre medizinische Behandlung in der Klinik für Handchirurgie der Egemed-Krankenhäuser beginnt in dem Moment, in dem Ihre Erkrankung diagnostiziert wird, und endet an dem Tag, an dem Ihre Hand ihre ursprüngliche Funktionsfähigkeit vollständig wiedererlangt hat und Sie entlassen werden. In diesem Prozess bilden Diagnose, Operationsplanung und Physiotherapie ein untrennbares Ganzes.

Handchirurgie: Operationsablauf und Physiotherapie

 

Diagnose und Operationsplanung

Mithilfe von Röntgenaufnahmen (Röntgen) werden Knochengewebe, mittels Magnetresonanztomographie (MRT) und Ultraschall Weichteil- und Sehnenverletzungen sowie mittels EMG die Nervenfunktionen beurteilt. Wenn die Entscheidung für einen chirurgischen Eingriff getroffen wurde, wird gemeinsam mit dem Anästhesieteam die Planung vorgenommen, wobei dem Patienten erklärt wird, ob nur der betreffende Bereich des Arms betäubt wird (Regional-/Axillarblockade) oder ob eine Vollnarkose durchgeführt wird.

 

Physiotherapie nach einer Operation (Handtherapie)

Der Erfolg einer Handoperation hängt zu 50 % von der Operation selbst und zu 50 % von einer erfolgreichen Rehabilitation ab. Nach Sehnen- und Nervenrekonstruktionen ist es wichtig, dass das vernähte Gewebe nicht reißt, die Gelenke aber gleichzeitig nicht erstarren (versteifen). Aus diesem Grund wird in Abstimmung mit den Spezialisten für Physikalische Therapie und Rehabilitation unserer Klinik ein Prozess mit kontrollierten passiven und aktiven Bewegungsübungen (Handtherapie) eingeleitet.

 

  Präventivmedizin

Ergonomische Empfehlungen zum Schutz der Handfunktion

Es gibt einfache, aber wirksame Maßnahmen, die wir im Alltag ergreifen können, um die Gesundheit unserer Hände und Handgelenke zu schützen:
• Ergonomie am Arbeitsplatz: Die Verwendung einer gepolsterten Mausmatte verhindert, dass die Handgelenke beim Bedienen von Tastatur und Maus ständig nach oben gebeugt (gestreckt) bleiben, und verringert so das Risiko eines eingeklemmten Nervs.
• Gelenkschutz: Beim Heben schwerer Gegenstände die Kraft nicht nur aus den Fingern, sondern auch aus den Handflächen und den Unterarmmuskeln zu beziehen, entlastet die Gelenke.
• Vibrierende Werkzeuge: Regelmäßige Pausen oder das Tragen von Schutzhandschuhen bei der Verwendung von Werkzeugen, die ständige Vibrationen erzeugen, wie Bohrmaschinen, Meißelhämmer oder Nähmaschinen, beugen Nervenschäden (Weißfinger-Syndrom) vor.
• Dehnübungen: Wenn Sie längere Zeit mit dem Smartphone oder Tablet arbeiten, sollten Sie Ihre Hände regelmäßig entspannen und Dehnübungen für Finger und Handgelenke machen, um die Gesundheit Ihrer Sehnen zu erhalten.



Dieser Inhalt wurde von den Egemed-Kliniken erstellt.

Veröffentlicht: 8. April 2026 – 23:55 Uhr • Zuletzt aktualisiert: 8. April 2026