Patientensicherheit und Überwachung während der Operation
Patientensicherheit: Was beobachten wir während der Operation?
Die goldene Regel der sicheren Chirurgie lautet, dass die Vitalfunktionen des Patienten während der gesamten Operation Sekunde für Sekunde überwacht werden müssen. In den Operationssälen der Egemed-Krankenhäuser kommen Überwachungssysteme nach internationalem Standard zum Einsatz. Unsere Anästhesisten und Anästhesietechniker konzentrieren sich während der Operation ausschließlich auf Ihre Daten.

Unsere Kriterien für die Überwachung, die Ihre Sicherheit auf dem Operationstisch gewährleisten, lauten wie folgt:
[ Herz-Kreislauf-Überwachung ]
Mithilfe eines kontinuierlichen EKG (Elektrokardiogramm) werden Herzrhythmus, Herzfrequenz und Kontraktionskraft Ihres Herzens überwacht. Außerdem wird Ihr Blutdruck mithilfe von automatischen Blutdruckmessgeräten oder – bei risikoreichen Operationen – durch spezielle Sensoren, die in eine Blutbahn eingeführt werden (invasive arterielle Überwachung), in Echtzeit gemessen.
[ Atem- und Sauerstoffüberwachung ]
Mit dem an Ihrem Finger befestigten „Pulsoximeter“ wird die Sauerstoffsättigung Ihres Blutes überwacht. Dies allein reicht jedoch nicht aus; mithilfe eines Geräts namens Kapnographie wird der Kohlendioxidgehalt Ihrer Ausatemluft gemessen, um sicherzustellen, dass Ihre Lungen und das Beatmungsgerät einwandfrei funktionieren.
[ Messung der Anästhesietiefe (BIS) ]
Die Antwort auf die Frage „Werde ich mitten in der Operation aufwachen oder Schmerzen spüren?“, die die größte Angst der Patienten darstellt, liegt in dieser Technologie verborgen. Mit speziellen Sensoren, die auf Ihre Stirn geklebt werden, wird die elektrische Aktivität Ihres Gehirns (EEG) gemessen. Der BIS-Wert (Bispektralindex) wird in Echtzeit auf dem Bildschirm angezeigt. So kann der Anästhesist anhand mathematischer Berechnungen genau erkennen, wie tief Ihr Schlaf ist, und die Medikamentendosis millimetergenau anpassen.
[Körpertemperatur und Flüssigkeitshaushalt]
Der Operationssaal ist kühl, um das Infektionsrisiko zu senken. Damit Ihre Körpertemperatur nicht sinkt (Hypothermie), werden spezielle Wärmedecken und erwärmte Infusionslösungen verwendet. Blutverlust, Urinausscheidung und Flüssigkeitshaushalt werden sorgfältig dokumentiert, um eine Dehydrierung der Organe (im Schockzustand) zu verhindern.