Anästhesie und Reanimation
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Mögliche Risiken und häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen zur Anästhesie und Wissenswertes

Es ist völlig normal, dass Sie vor einem chirurgischen Eingriff Bedenken hinsichtlich der Anästhesie haben. In der modernen Medizin haben Anästhesietechniken und -medikamente im Vergleich zu früheren Jahren ein enormes Sicherheitsniveau erreicht. Um Ihre Zweifel auszuräumen, haben wir die medizinischen Fakten zusammengestellt:

Risiken bei der Anästhesie und häufig gestellte Fragen

Warum muss ich vor der Operation nichts essen und nichts trinken?
Unter Narkose entspannen sich die Muskeln Ihres Magens. Wenn Ihr Magen voll ist, kann der Mageninhalt (Nahrung und Säure) durch die Speiseröhre nach oben gelangen und in Ihre Luftröhre und Lunge gelangen (Aspirationsrisiko). Dies ist eine sehr schwerwiegende Komplikation, die tödliche Folgen haben kann. Aus diesem Grund ist es aus medizinischen Gründen unbedingt erforderlich, mindestens 6–8 Stunden vor der Operation keine feste Nahrung und 4 Stunden vor der Operation kein Wasser mehr zu sich zu nehmen.
Führt eine Spinal- oder Epiduralanästhesie (Lumbalanästhesie) zu Lähmungen?
Dies ist einer der in der Bevölkerung am häufigsten verbreiteten medizinischen Mythen. Das Rückenmark endet im oberen Lendenbereich. Die Punktion für eine Spinal- oder Epiduralanästhesie erfolgt in einem Bereich, in dem sich die Nervenwurzeln befinden, also weit unterhalb der Stelle, an der das Rückenmark endet. Das Risiko, dass diese unter fachkundiger Anleitung und mit anatomischer Führung durchgeführten Eingriffe zu einer Lähmung führen, ist statistisch gesehen so gut wie null.
Besteht die Möglichkeit, dass ich nach der Operation nicht oder erst spät aufwache?
Die Halbwertszeiten moderner Anästhetika sind sehr kurz und ihre Wirkungen sind vorhersehbar. Nach Beendigung der Anästhesie wachen die Patienten in der Regel innerhalb weniger Minuten auf und werden in den Aufwachraum gebracht. Eine Verzögerung des Aufwachens ist sehr selten und hängt meist mit bestehenden chronischen Erkrankungen des Patienten, wie Nieren- oder Lebererkrankungen, zusammen. Bei gesunden Personen ist die Angst, nicht mehr aufwachen zu können, unbegründet.
Können beim Aufwachen aus der Narkose Übelkeit, Erbrechen und starkes Frieren auftreten?
Postoperative Übelkeit und Erbrechen (PONV) können bei manchen Patienten auftreten, abhängig von genetischer Veranlagung, weiblichem Geschlecht, Nichtrauchern sowie der Art der durchgeführten Operation (z. B. HNO, Gynäkologie). Unsere Anästhesisten minimieren dieses Risiko jedoch, indem sie während der Operation vorbeugende (antiemetische) Medikamente verabreichen. Das Frieren und Zittern beim Aufwachen hängt hingegen mit der muskelentspannenden Wirkung der Anästhesiegase zusammen; unsere Patienten werden im Aufwachraum mithilfe spezieller Heizgeräte innerhalb kurzer Zeit wieder auf Körpertemperatur gebracht.
Wie lassen sich meine postoperativen Schmerzen lindern?
In der Aufwachphase (im Aufwachraum) wird der Schmerzzustand des Patienten beurteilt. Unsere Anästhesisten sorgen durch die Verabreichung starker Schmerzmittel über den intravenösen Zugang dafür, dass der Patient schmerzfrei auf die Station verlegt werden kann. Bei Patienten mit Epiduralanästhesie kann der Patient über einen dünnen Katheter im Rücken durch Drücken eines Knopfes bei auftretenden Schmerzen eine sichere Dosis Schmerzmittel (HKA – patientenkontrollierte Analgesie) erhalten.



⚠️ Einverständniserklärung (Einwilligungsformular)

Gemäß den medizinischen Vorschriften und den Patientenrechten werden Ihnen alle möglichen Risiken, die Art der Operation und die gewählte Anästhesiemethode von unseren Ärzten im Rahmen der präoperativen ambulanten Untersuchung transparent erläutert. Der Prozess wird erst mit Ihrer Unterzeichnung der schriftlichen Einverständniserklärung zur Anästhesie rechtskräftig und beginnt.



Dieser Inhalt wurde von den Egemed-Kliniken erstellt.

Veröffentlicht: 8. April 2026 – 21:50 Uhr • Zuletzt aktualisiert: 9. April 2026