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Wirbelsäulentraumata und Nerveneinklemmungen
Wirbelsäulentraumata und periphere Nerveneinklemmungen
Weitere wichtige Schwerpunkte unserer neurochirurgischen Klinik sind Wirbelsäulenverletzungen, die durch äußere Einflüsse (Unfälle, Stürze) verursacht werden, sowie Nerveneinklemmungen, die im Zusammenhang mit alltäglichen Aktivitäten auftreten.
[ Wirbelsäulentrauma und Frakturchirurgie ]
Verkehrsunfälle, Stürze aus der Höhe oder Arbeitsunfälle können zu Wirbelsäulenbrüchen, Wirbelverschiebungen oder Rückenmarksverletzungen führen.
- In Fällen, in denen der Bruch Druck auf den Wirbelkanal ausübt und das Risiko einer Lähmung besteht, wird ein notfallmäßiger chirurgischer Eingriff geplant.
- Bei Verletzungen, bei denen die tragende Integrität der Wirbelsäule beeinträchtigt ist, wird die anatomische Struktur des Patienten durch Stabilisierungsoperationen, die als Instrumentierung (Platten und Schrauben) bezeichnet werden, gestützt.
- Bei Kompressionsfrakturen, die durch fortgeschrittenes Alter oder Knochenschwund (Osteoporose) verursacht werden, können minimalinvasive Verfahren wie die Injektion von Knochenzement (Kifoplastie/Vertebroplastie) bevorzugt werden.
[ Kompressionen peripherer Nerven ]
Wenn Nerven an verschiedenen Stellen des Körpers durch enge Kanäle verlaufen und dabei unter Druck geraten, kann es zu Taubheitsgefühlen, Kribbeln und Kraftverlust in den Muskeln kommen. Die häufigsten Ursachen sind:
- Karpaltunnelsyndrom: Hierbei handelt es sich um eine Einklemmung des Nervus medianus im Handgelenk. Es ist insbesondere durch ein Taubheitsgefühl in den Händen gekennzeichnet, das nachts zunimmt.
- Kubitaltunnelsyndrom: Durch eine Einklemmung des Nervus ulnaris im Ellenbogenbereich kommt es zu Taubheitsgefühlen im kleinen Finger und im Ringfinger.
- Bei schweren Kompressionen, deren Diagnose mittels EMG (Elektromyographie) bestätigt wurde, erfolgt die Behandlung in der Regel durch kurze mikrochirurgische Eingriffe unter örtlicher Betäubung, bei denen der Nerv freigelegt wird.