Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts und chirurgische Behandlungen
Das Verdauungssystem ist ein ausgedehnter Kanal mit einer enormen und komplexen Funktion, der an der Speiseröhre (Ösophagus) beginnt und am After (Anus) endet. Pathologien, die den Magen, den Zwölffingerdarm, den Dünndarm, den Dickdarm (Kolon) und das Rektum entlang dieser langen Strecke betreffen, erfordern eine umfassende chirurgische Planung, da sie sowohl gutartige entzündliche Erkrankungen als auch bösartige onkologische Prozesse umfassen können.
Unsere Fachgebiete in der Magen-Darm-Chirurgie
Chirurgie von Magen- und Darmtumoren (Onkologische Chirurgie)
Bei Magen-, Dickdarm- und Enddarmkrebs werden radikale chirurgische Eingriffe durchgeführt, die sich nach dem Stadium der Erkrankung, der Lage des Tumors und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten richten. Das tumorbefallene Gewebe wird gemäß den Regeln der onkologischen Chirurgie zusammen mit den umgebenden gesunden Gewebesäumen und dem zugehörigen Lymphknotennetzwerk (Lymphknotendissektion) entfernt, um ein Wiederauftreten der Erkrankung zu verhindern. Unsere Patienten werden vor und nach der Operation in enger Zusammenarbeit mit den Abteilungen für medizinische Onkologie betreut und in eine umfassende Behandlungskette eingebunden.
Hiatushernie und Refluxchirurgie
Es handelt sich um eine Verrutschung eines Teils des Magens in die Brusthöhle, die durch eine anatomische Erweiterung an der Stelle entsteht, an der der Magen an die Speiseröhre anschließt. Bei Hiatalhernen, die nicht auf medikamentöse Behandlung und Änderungen der Lebensweise ansprechen und zu starken Sodbrennen, saurem Aufstoßen (GERD) und Schluckbeschwerden führen, wird eine Anti-Reflux-Operation durchgeführt, bei der der Mechanismus des Magenverschlusses wiederhergestellt wird. Dieser Eingriff wird in unserer Klinik in der Regel laparoskopisch (minimalinvasiv) durchgeführt.
Proktologische Erkrankungen (Analkirurgie)
Es handelt sich um Erkrankungen im Analbereich, die in der Bevölkerung häufig vorkommen, bei denen jedoch meist erst spät ein Arzt aufgesucht wird. Bei fortgeschrittenen Hämorrhoiden, Analfissuren, die sich medizinisch nicht heilen lassen, komplexen perianalen Fisteln und Pilonidalsinus (Haarwurzelsinus) kommen moderne gewebeschonende Operationstechniken zum Einsatz. Es werden spezielle Methoden bevorzugt, die das Schmerzempfinden des Patienten auf ein Minimum reduzieren und eine schnelle Rückkehr ins soziale Leben ermöglichen.
Dieser Inhalt wurde von den Egemed-Kliniken erstellt.
Veröffentlicht: 09. April 2026 – 23:59 Uhr • Zuletzt aktualisiert: 09. April 2026