Allgemeinchirurgie
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Einführung in die Brust- und Schilddrüsenchirurgie

Chirurgische Eingriffe bei Erkrankungen der Frauengesundheit und des endokrinen (Hormon-)Systems erfordern höchste medizinische Sorgfalt und eine multidisziplinäre Beurteilung. Bei Brust- und Schilddrüsenoperationen ist es unser vorrangiges Ziel, den erkrankten Bereich gemäß den onkologischen Richtlinien oder medizinischen Standards zu entfernen und gleichzeitig die Organfunktionen sowie die körperliche Unversehrtheit so weit wie möglich zu erhalten.

Brusterkrankungen und onkoplastische Chirurgie

Neben gutartigen Erkrankungen wie Zysten und Fibroadenomen, die im Brustgewebe festgestellt werden, gehören die Diagnose und Behandlung von Brustkrebs zu den Schwerpunkten unserer Klinik. In der Brustkrebschirurgie werden je nach Stadium der Erkrankung vorrangig „brusterhaltende Operationstechniken“ in Betracht gezogen, anstatt die Brust vollständig zu entfernen (Mastektomie). Diese Operationen, bei denen der Tumor unter Einhaltung der onkologischen Sicherheitsabstände entfernt und die anatomische Integrität der Brust durch onkoplastische (ästhetisch-chirurgische) Methoden erhalten wird, unterstützen die Patienten in ihrem physischen und psychischen Genesungsprozess. Die Operationsplanung wird in Tumorkonferenzen, an denen Fachärzte für Onkologie, Radiologie und Pathologie teilnehmen, gemeinsam festgelegt. Zudem wird zur Beurteilung des Risikos einer Lymphknotenbefall eine „Sentinel-Lymphknoten-Biopsie“ durchgeführt, wodurch das Risiko eines Ödems (Lymphödems) im Arm auf ein Minimum reduziert wird.

Schilddrüsenchirurgie (Struma) und Sicherheitsprotokolle

Einfacher Kropf, multiple Schilddrüsenknoten, eine Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) und durch Biopsie festgestellte Schilddrüsenkrebserkrankungen gehören zum Fachgebiet der endokrinen Chirurgie. Da der Halsbereich anatomisch sehr komplex aufgebaut ist, liegt der größte Schwerpunkt bei Schilddrüsenoperationen auf dem Schutz der Nerven, die die Stimmbänder bewegen (Nervus laryngeus recurrens), sowie der Nebenschilddrüsen, die für den Kalziumhaushalt sorgen. Um diese anatomischen Risiken zu minimieren, wird in unserer Klinik während der Operation die Technologie der intraoperativen Nervenüberwachung eingesetzt. Dieses System überwacht die zu den Stimmbändern führenden Nerven elektronisch und gibt dem Chirurgen sofortige Warnsignale, wodurch das Risiko einer postoperativen Heiserkeit gemäß internationalen medizinischen Standards minimiert wird.



Dieser Inhalt wurde von den Egemed-Kliniken erstellt.

Veröffentlicht: 09. April 2026 – 23:59 Uhr • Zuletzt aktualisiert: 09. April 2026