Jugend- und Erwachsenenpsychiatrie & Umgang mit Krisensituationen
Psychiatrische Betreuung und Krisenintervention bei Jugendlichen und Erwachsenen
Psychische Probleme und psychiatrische Bedürfnisse zeigen je nach Lebensphase des Einzelnen völlig unterschiedliche Symptome. Während sich die Depression eines Jugendlichen durch Wutausbrüche äußert, kann sich die Depression eines Erwachsenen durch tiefe Schweigsamkeit bemerkbar machen. Als Egemed-Krankenhäuser verfolgen wir einen medizinischen Ansatz, der die spezifischen Entwicklungsdynamiken jeder Altersgruppe berücksichtigt.

Unterstützung in der Pubertät
Die Pubertät ist eine schwierige Übergangsphase, in der die Suche nach der eigenen Identität sowie biologische und hormonelle Umwälzungen stattfinden. Die in dieser Zeit auftretenden Probleme wie Prüfungsangst, Kommunikationsstörungen innerhalb der Familie, Internet- und Spielsucht, Mobbing durch Gleichaltrige, Essstörungen (Anorexie/Bulimie) und Selbstverletzungsgedanken werden von unserem Fachpsychiater durch Beratung für den Jugendlichen und die Familie gelöst.
Erwachsenenpsychiatrie
Der Stress im Berufsleben, Burnout, Ehe- und Beziehungsprobleme, finanzielle Sorgen, Trauerprozesse und Herausforderungen in der Elternschaft können die psychische Gesundheit von Erwachsenen beeinträchtigen. In unserer Klinik wenden wir pharmakologische und psychotherapeutische Maßnahmen an, damit Erwachsene ihre Funktionsfähigkeit im Alltag und ihre Lebenszufriedenheit wiedererlangen können.
Wann sollte man in Krisensituationen fachliche Unterstützung in Anspruch nehmen?
Psychische Erkrankungen können in manchen Fällen zu schweren Krisen führen, die das Leben des Betroffenen oder die Sicherheit seiner Mitmenschen gefährden können. Wenn eine Person:
• Pläne hat, sich das Leben zu nehmen (Selbstmord), oder offen darüber spricht,
• den Bezug zur Realität völlig verloren hat, Stimmen hört, die nicht existieren, oder Wahnvorstellungen hat (psychotische Wahnvorstellungen/Halluzinationen),
• Wenn die Person schwere Wut- und Aggressionsausbrüche hat, bei denen sie dazu neigt, sich selbst oder anderen Schaden zuzufügen,
Diese Situationen gelten als „psychiatrischer Notfall“. Bei Vorliegen dieser Symptome sollte nicht auf einen Termin gewartet werden, die Person darf nicht allein gelassen werden und es muss unverzüglich fachärztliche Notfallhilfe (ggf. mit Planung einer stationären Aufnahme) in Anspruch genommen werden.