Psychiatrische Beurteilung, medikamentöse Behandlung und regelmäßige Nachsorge
Der psychiatrische Beurteilungsprozess, die medikamentöse Behandlung und die Bedeutung der Nachsorge
Ein Besuch in der psychiatrischen Ambulanz unterscheidet sich nicht von einem Arztbesuch wegen körperlicher Beschwerden. Viele Patienten scheuen eine Behandlung aus unbegründeten Ängsten wie „Ich bin doch nicht verrückt, warum sollte ich hingehen?“ oder „Machen mich die Medikamente benommen?“. Wir bei Egemed Krankenhäuser brechen mit diesen Vorurteilen und bieten einen evidenzbasierten, transparenten und patientenzentrierten Behandlungsprozess an.

Wie wird eine psychiatrische Begutachtung durchgeführt?
Bei der Diagnose psychischer Erkrankungen liefert weder ein „Bluttest“ noch eine „Gehirnaufnahme“ einen direkten Hinweis auf die Erkrankung. Die Diagnose wird durch ein ausführliches und strukturiertes klinisches Gespräch (psychiatrische Untersuchung) gestellt, das von einem Facharzt durchgeführt wird.
Um jedoch festzustellen, ob hinter den Symptomen des Patienten wie Herzklopfen, Schlaflosigkeit, Vergesslichkeit oder Panikgefühlen eine körperliche (organische) Ursache wie Schilddrüsenstörungen (Struma), Vitamin-B12-Mangel, Anämie oder kardiologische Probleme steckt, wird unser Arzt unbedingt einige Blutuntersuchungen und Konsultationen bei anderen Fachärzten anfordern. Erst nachdem organische Ursachen ausgeschlossen wurden, wird eine eindeutige Diagnose gestellt.
Fakten zur medikamentösen Behandlung (Pharmakotherapie)
Entgegen der weit verbreiteten Meinung in der Gesellschaft dienen moderne Psychopharmaka (Antidepressiva usw.) nicht dazu, den Patienten zu „betäuben“ oder seine „Gefühle auszublenden“, sondern dazu, die gestörte chemische Kommunikation im Gehirn (das Gleichgewicht von Serotonin, Dopamin und Noradrenalin) wieder auf ein normales und gesundes Niveau zu bringen.
Medikamente, die unter ärztlicher Aufsicht begonnen und in der vom Arzt angegebenen Dosierung eingenommen werden, machen nicht dauerhaft abhängig. Es dauert in der Regel 2 bis 4 Wochen, bis die Medikamente ihre Wirkung entfalten; daher ist es sehr wichtig, in den ersten Tagen Geduld zu haben und sich an die Behandlung zu halten.
Die Bedeutung regelmäßiger Kontrolluntersuchungen während der Behandlung
Die psychiatrische Behandlung ist kein statischer, sondern ein dynamischer Prozess. Mit dem ersten Rezept für den Patienten ist die Sache noch nicht erledigt. Bei den in bestimmten Abständen (in der Regel einmal im Monat) stattfindenden Kontrollterminen wird beurteilt, ob das Medikament wirkt und ob Nebenwirkungen aufgetreten sind. Bei Bedarf werden die Medikamentendosen erhöht oder verringert, oder es werden Psychotherapie-Sitzungen in die Behandlung integriert. Regelmäßige ärztliche Kontrollen sind der wichtigste Schritt, um ein Wiederauftreten der Krankheit zu verhindern und eine dauerhafte Besserung zu erreichen.