Sexuelle Funktionsstörungen und organische Erkrankungen
Andrologische Erkrankungen und sexuelle Funktionsstörungen
Die männliche sexuelle Gesundheit ist ein komplexer Mechanismus, bei dem das Gefäßsystem, das Nervensystem, die Hormone und der psychische Zustand zusammenwirken. Störungen, die an irgendeiner Stelle dieses Mechanismus auftreten, können sich negativ auf das Selbstvertrauen des Betroffenen und seine partnerschaftlichen Beziehungen auswirken. In der Andrologie-Klinik der Egemed-Krankenhäuser werden die eigentlichen Ursachen dieser Probleme ermittelt und patientenspezifische Behandlungspläne entwickelt.

Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion)
Es handelt sich um die Unfähigkeit, eine für eine befriedigende sexuelle Leistung ausreichende Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten. Die Ursache ist nicht nur psychologischer Natur, sondern kann auch organisch bedingt sein, beispielsweise durch Diabetes, Bluthochdruck, Gefäßverschlüsse oder neurologische Erkrankungen. Nach der Diagnose wird die Behandlung mit oralen Medikamenten, Injektionen, Stoßwellen (ESWT) oder, falls erforderlich, einer Penisprothesen-Operation (Penisimplantat) geplant.
Vorzeitige Ejakulation
Es handelt sich um eine Ejakulation, die während des Geschlechtsverkehrs vorzeitig und mit minimaler Stimulation eintritt. Dies ist die in der Bevölkerung am häufigsten auftretende sexuelle Funktionsstörung. Nachdem zugrunde liegende Prostataentzündungen oder hormonelle Störungen ausgeschlossen wurden, lässt sich diese Störung erfolgreich durch Verhaltenstechniken, lokal anästhetische Cremes, orale Medikamente und psychologische Unterstützung behandeln.
Testosteronmangel (Hypogonadismus)
Es handelt sich um einen Zustand, bei dem die Hoden nicht mehr ausreichend männliches Hormon (Testosteron) produzieren können. Dies kann als Folge von fortgeschrittenem Alter (Andropause), genetischen Faktoren oder Hodenverletzungen auftreten. Dies führt zu chronischer Müdigkeit, sexuellem Desinteresse (Libidoverlust), Muskelschwund, Depressionen und Knochenschwund. Nach einer eindeutigen Diagnose durch Blutuntersuchungen werden Hormonersatztherapien durchgeführt.
Peniskrümmung (Peyronie-Krankheit)
Es handelt sich um Schmerzen und eine Krümmung des Penis während der Erektion, die durch die Bildung von Narbengewebe im elastischen Gewebe des Penis verursacht werden. Dieser Zustand kann den Geschlechtsverkehr schmerzhaft und unmöglich machen. Während in frühen Stadien medikamentöse Behandlungen oder Injektionen in die Plaques angewendet werden, greift man in fortgeschrittenen Fällen, in denen die Krümmung fortschreitet und sich verkalkt, auf chirurgische Korrekturverfahren (z. B. Nesbit-Verfahren) zurück.