Andrologie
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Präventive Männergesundheit und häufig gestellte Fragen (FAQ)

Präventive Männergesundheit und häufig gestellte Fragen (FAQ)

Viele Krankheiten, die die männliche Fortpflanzungs- und sexuelle Gesundheit gefährden, stehen in direktem Zusammenhang mit Lebensstilfaktoren. Ein proaktiver Gesundheitsansatz, bei dem Risikofaktoren minimiert werden, bevor Krankheiten auftreten, sowie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind für die allgemeine Lebensqualität von entscheidender Bedeutung.

Häufig gestellte Fragen zur Männergesundheit und Andrologie

  Lebensgewohnheiten, die die reproduktive Gesundheit fördern

  • Temperaturregulierung: Damit die Hoden eine gesunde Spermienproduktion gewährleisten können, müssen sie kühler sein als die Körpertemperatur. Übermäßig heiße Duschen, häufige Saunagänge, das Arbeiten mit dem Laptop auf dem Schoß oder das Tragen sehr enger Unterwäsche können die Spermienparameter beeinträchtigen.
  • Stoffwechselgleichgewicht: Chronische Erkrankungen wie Diabetes, Adipositas und Bluthochdruck beeinträchtigen die Gefäßstruktur und führen direkt zu Erektionsstörungen. Eine gesunde Gewichtskontrolle und eine antioxidantienreiche (mediterrane) Ernährung sind unerlässlich.
  • Schädliche Gewohnheiten: Rauchen beeinträchtigt die sexuelle Funktion, indem es zu einer Verengung der Blutgefäße führt, und bereitet zudem den Boden für Unfruchtbarkeit, indem es die Spermien-DNA schädigt. Alkohol und Umweltgifte sollten vermieden werden.

 

Häufig gestellte Fragen zur Andrologie

Nachfolgend finden Sie die medizinischen Antworten auf die Fragen, die unsere Patienten am häufigsten zur Andrologie-Klinik und zu den Erkrankungen stellen:

In welchem Alter treten Erektionsstörungen auf?
Erektionsstörungen können in jedem Alter auftreten, doch mit zunehmendem Alter steigt ihre Häufigkeit aufgrund von Veränderungen der Gefäßstruktur ab dem 40. Lebensjahr deutlich an. Bei einem Großteil der Männer im fortgeschrittenen Alter sind organische Ursachen (gefäßbedingt, nervlich bedingt oder hormonell bedingt) dafür verantwortlich, während sie bei jüngeren Männern meist auf psychologische Faktoren (Leistungsangst) zurückzuführen sind.
Kann vorzeitiger Samenerguss behandelt werden?
Ja, es handelt sich um eine Erkrankung, die mit medizinischer Unterstützung behandelt werden kann. Sofern keine zugrunde liegende organische Ursache (Prostatitis, Schilddrüsenerkrankung usw.) vorliegt, stehen erfolgreiche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, darunter Verhaltenstechniken (Stop-Start-Methode), topische Betäubungscremes, bestimmte Antidepressiva sowie Sexualtherapie.
Führt eine Varikozele zu Unfruchtbarkeit?
Ja, eine Varikozele (Erweiterung der Hodenvenen) kann aufgrund des erhöhten Temperaturanstiegs im Hoden und der Ansammlung toxischer Substanzen die Spermienproduktion, -anzahl und -beweglichkeit beeinträchtigen und so zu Unfruchtbarkeit führen. In etwa 40 % der Fälle männlicher Unfruchtbarkeit wird eine Varikozele festgestellt.
Was sind die Symptome eines Testosteronmangels?
Ein ständiges Gefühl der Müdigkeit, mangelndes sexuelles Verlangen (verminderte Libido), erektile Dysfunktion, Verlust an Muskelmasse und -kraft, Konzentrationsschwierigkeiten, depressive Verstimmungen, ein Anstieg des Körperfettanteils (insbesondere im Bauchbereich) und eine Abnahme der Knochendichte sind Symptome eines Testosteronmangels (Hypogonadismus).
Wie wird eine Operation bei Peniskrümmung (Peyronie) durchgeführt?
Die Operation wird in der stabilen Phase geplant, wenn die aktive (schmerzhafte) Phase der Erkrankung vorbei ist und die Verkrümmung verknöchert ist. Je nach Ausprägung der Verkrümmung kommen mikrochirurgische Techniken zum Einsatz, bei denen entweder das Gewebe auf der längeren Seite des Penis gekürzt wird (Nesbit-Verfahren) oder das Plaque-Gewebe vollständig entfernt und durch ein Transplantat (Patch) ersetzt wird.
Beeinflusst eine vergrößerte Prostata die sexuelle Gesundheit?
Ja, eine gutartige Prostatavergrößerung (BPH) oder eine Prostataentzündung (Prostatitis) kann zu Erektionsstörungen, schmerzhaften Ejakulationen und einem Rückgang des sexuellen Verlangens führen. Außerdem können einige Alpha-Blocker oder hormonhemmende Medikamente, die zur Behandlung der Prostata eingesetzt werden, vorübergehend sexuelle Nebenwirkungen hervorrufen.



Dieser Inhalt wurde von den Egemed-Kliniken erstellt.

Veröffentlicht: 9. April 2026 – 00:05 Uhr • Zuletzt aktualisiert: 9. April 2026