Tests, die mit dem Buchstaben F beginnen
Leitfaden für Labortests: Tests, die mit dem Buchstaben „F“ beginnen
Nachfolgend finden Sie eine vollständige Liste aller Tests, die in den medizinischen Labors der Egemed-Krankenhäuser durchgeführt werden und deren Bezeichnung mit dem Buchstaben „F“ beginnt. Damit unsere Patienten sich vorab über die Tests informieren können, sind für jede Analysegruppe eine kurze medizinische Erläuterung sowie der Verwendungszweck im Labor deutlich angegeben.
Hämatologie- und Gerinnungstests
FAKTOR VII (Prokonvertin)
FAKTOR VIII (Faktor 8)
FAKTOR IX (Faktor 9)
FAKTOR X (Stuart-Faktor)
FAKTOR XI
FAKTOR XII (Hageman-Faktor)
FAKTOR XIII (Screening-Ure-Gerinnungs-Test)
Erläuterung: Es handelt sich um die Messung der Konzentrationen und der Aktivität lebenswichtiger Proteine (Faktoren) im Blut, die nacheinander in die Blutgerinnungskaskade eintreten, um Blutungen zu stoppen.
Zweck: Wird zur Diagnose genetisch bedingter Blutungsstörungen wie Hämophilie A (Faktor-8-Mangel) und Hämophilie B (Faktor-9-Mangel), zur Abklärung von Blutungen unbekannter Ursache sowie zur Beurteilung des Blutungsrisikos vor Operationen eingesetzt.
Fibrinogen
Erläuterung: Es handelt sich um das Hauptprotein, das in der Leber gebildet wird und sich im Rahmen der Blutgerinnung in ein „Fibrin“-Netzwerk umwandelt, wodurch Blutungen gestillt werden. Gleichzeitig ist es ein Akut-Phase-Reaktant (dessen Konzentration bei Entzündungen ansteigt).
Zweck: Diese Untersuchung wird zur Beurteilung von Gerinnungsstörungen, Lebererkrankungen und schweren entzündlichen Prozessen im Körper angeordnet.
Biochemie, Hormon- und Stoffwechseluntersuchungen
Fäkales Elastase (pankreatisch)
Fäkales Kalprotektin
Erläuterung: Hierbei handelt es sich um spezifische Enzym- und Proteinmessungen, die anhand einer Stuhlprobe durchgeführt werden. Elastase gibt Aufschluss über die Verdauungskraft der Bauchspeicheldrüse, während Calprotectin auf eine Entzündung im Darm hinweist.
Zweck: Wird zur Feststellung einer Pankreasinsuffizienz und zur Differentialdiagnose von Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Reizdarmsyndrom) verwendet.
Ferritin
Erläuterung: Es handelt sich um das Bindungsprotein, das die Speicherung von Eisen im Körper ermöglicht und den Eisengehalt in den Zellen am besten widerspiegelt.
Zweck: Die Untersuchung dient der eindeutigen Diagnose einer Eisenmangelanämie (Blutarmut) oder der Beurteilung des Risikos einer übermäßigen Eisenansammlung im Körper (Hämochromatose).
Folsäure (Vitamin B9)
Erläuterung: Es handelt sich um eine Art von B-Vitamin, die für die Zellteilung, die DNA-Synthese und die Bildung roter Blutkörperchen von entscheidender Bedeutung ist.
Ziel: Die Untersuchung dient der Diagnose einer makrozytären Anämie, der Feststellung von Ernährungsmängeln und der Vorbeugung des Risikos für die Entstehung von Neuralrohrdefekten beim Fötus während der Schwangerschaft.
Freies T3 (Free T3)
Freies T4 (Free T4)
Erläuterung: Es handelt sich um aktive Schilddrüsenhormone, die von der Schilddrüse produziert werden, frei im Blut zirkulieren und nicht an Proteine gebunden sind und die den Stoffwechsel des Körpers steuern.
Zweck: Dient zur eindeutigen Diagnose einer Unterfunktion (Hypothyreose) oder Überfunktion (Hyperthyreose/toxischer Kropf) der Schilddrüse sowie zur Anpassung der Medikamentendosis.
FRUKTOZAMIN
Erläuterung: Es handelt sich um die Messung einer Verbindung, die durch die Bindung von Blutzucker an Proteine im Blut (insbesondere Albumin) entsteht. Im Gegensatz zu HbA1c ist dies ein kurzfristiger Indikator.
Zweck: Diese Untersuchung wird durchgeführt, um zu beurteilen, wie die Blutzuckerkontrolle bei Diabetespatienten in den letzten 2–3 Wochen verlaufen ist.
FSH (Follikelstimulierendes Hormon)
Erläuterung: Es handelt sich um das wichtigste Sexualhormon, das von der Hypophyse ausgeschüttet wird und bei Frauen die Eizellentwicklung sowie bei Männern die Spermienbildung anregt.
Zweck: Zur Diagnose der Menopause, zur Abklärung von Unfruchtbarkeit bei Frauen und Männern, zur Bestimmung der Eizellreserve und zur Ermittlung der Ursachen für Menstruationsstörungen.
Genetik, Molekulare Analysen und Toxikologie
F8-Gen-Deletions-/Duplikationsanalyse
Erläuterung: Es handelt sich um das Screening auf strukturelle Defekte oder Überschüsse (Deletionen/Duplikationen) im F8-Gen, die die Hämophilie A verursachen, mittels molekulargenetischer Methoden.
Ziel: Die Erstellung einer genetisch gesicherten Diagnose für Hämophilie A und die Feststellung, ob innerhalb der Familie Träger des Gens vorhanden sind.
FAKTOR-V-LEIDEN-MUTATION
Erläuterung: Es handelt sich um die Untersuchung einer erblichen (genetischen) DNA-Mutation im Faktor-V-Gen, die die Gerinnungsneigung des Blutes erhöht.
Zweck: Der Test wird durchgeführt, um die genetischen Ursachen für venöse Thrombosen, Lungenembolien und wiederholte Fehlgeburten während der Schwangerschaft zu untersuchen.
Phenytoin-Serum
Phenobarbital-Serum
Erläuterung: Es handelt sich um die Messung der Konzentration starker neurologischer Medikamente, die zur Behandlung von Epilepsie (Anfallskrankheit) und Anfällen eingesetzt werden, im Blut (TDM).
Ziel: Es soll sichergestellt werden, dass die Medikamentendosis in einem Bereich gehalten wird, der hoch genug ist, um Anfälle zu unterbinden, aber sicher genug, um keine Schädigung des Gehirns oder der Organe (Toxizität) zu verursachen.
FLOROURACIL-TOXIZITÄT
Beschreibung: Es handelt sich um die Erkennung von Variationen im DPYD-Gen, das für den Abbau des in der Krebsbehandlung eingesetzten Chemotherapeutikums 5-Fluorouracil (5-FU) im Körper verantwortlich ist (pharmakogenetischer Test).
Ziel: Vor Beginn der Behandlung vorherzusagen, ob bei dem Patienten eine möglicherweise lebensbedrohliche Nebenwirkung (Toxizität) auf das Chemotherapeutikum auftreten wird.
Immunologie- und Allergietests
HASELNUSS (F17) CLIA
Beschreibung: Es handelt sich um eine Analyse der spezifischen IgE-Antikörper, die vom Immunsystem des Körpers gegen Haselnussprotein gebildet werden, mittels Chemilumineszenz (CLIA).
Zweck: Der Test dient der eindeutigen Diagnose einer Haselnussallergie, die beim Verzehr zu einer schweren Anaphylaxie (allergischem Schock) führen kann.