Tests, die mit dem Buchstaben Y beginnen
Leitfaden für Labortests: Tests, die mit dem Buchstaben „Y“ beginnen
Nachfolgend finden Sie eine vollständige Liste aller Tests, die in den medizinischen Labors der Egemed-Krankenhäuser durchgeführt werden und deren Bezeichnung mit dem Buchstaben „Y“ beginnt. Damit unsere Patienten sich vorab über die Tests informieren können, sind für jede Analysegruppe eine kurze medizinische Erläuterung sowie der Verwendungszweck im Labor deutlich angegeben.
Mikrobiologie und Kulturuntersuchungen
Wundkultur
Erläuterung: Dabei handelt es sich um die mikrobiologische Vermehrung von Abstrichen, die aus offenen Wunden, Operationsschnitten oder infiziertem Gewebe entnommen wurden, in einer speziellen Laborumgebung.
Ziel: Die eindeutige Ermittlung des Erregers einer bakteriellen oder pilzbedingten Infektion, die die Wundheilung verzögert, sowie die Festlegung der richtigen Antibiotikatherapie (mittels Antibiogramm).
Yersinia-Kultur (im Stuhl)
Erläuterung: Dabei handelt es sich um die Aussaat einer Stuhlprobe auf spezielle Nährböden, die speziell für das Wachstum des Bakteriums „Yersinia enterocolitica“ vorbereitet wurden und eine kalte Anreicherung erfordern.
Ziel: Die spezifische Ursache von Darminfektionen zu diagnostizieren, die mit Schmerzen im rechten Unterbauch, Fieber und blutigem Durchfall einhergehen und mit einer Blinddarmentzündung verwechselt werden können.
Genetik, Stoffwechsel und Neugeborenen-Screening
Neugeborenen-Stoffwechseluntersuchung (umfassend)
Erläuterung: Dabei werden einige Tropfen Blut, die aus der Ferse des Neugeborenen entnommen werden, mithilfe modernster Geräte (wie der Tandem-Massenspektrometrie) untersucht, um gleichzeitig auf Dutzende verschiedener erblicher Stoffwechsel- und Enzymstörungen zu testen.
Ziel: Es geht darum, Krankheiten wie Phenylketonurie, Biotinidase-Mangel und Mukoviszidose, die bei Säuglingen zu geistiger Behinderung oder bleibenden Organschäden führen können, bereits in einem sehr frühen Stadium ohne erkennbare Symptome zu erkennen und zu behandeln.
Immunologie- und Allergietests
ERDBEERE (F13) CLIA
Beschreibung: Es handelt sich um die Bestimmung des spezifischen IgE-Allergieantikörs, den das Immunsystem gegen Erdnussproteine bildet, im Blut mittels Chemilumineszenz-Immunoassay (CLIA).
Ziel: Die eindeutige Diagnose einer lebensbedrohlichen Erdnussallergie zu stellen, die bereits in sehr geringen Mengen zu Atemstillstand oder einem allergischen Schock (Anaphylaxie) führen kann, und den Patienten zu schützen.
EI (F245) CLIA
Beschreibung: Es handelt sich um eine umfassende Analyse der spezifischen IgE-Antikörper, die der Körper gegen ganze Eierproteine bildet, auf zellulärer Ebene im Blut.
Ziel: Die Erkennung einer allgemeinen Eiallergie – einer der häufigsten Nahrungsmittelallergien insbesondere im Kindesalter – und die Planung einer sicheren Ernährung für den Patienten.
EIWEISS (F1) CLIA
Erläuterung: Hierbei handelt es sich um die labortechnische Bestimmung der Menge an spezifischem IgE, das gegen allergene Proteine (Ovalbumin, Ovomukoid usw.) gebildet wird, die ausschließlich im Eiweiß vorkommen.
Ziel: Es soll eindeutig festgestellt werden, gegen welchen Bestandteil der Ei-Allergie sich die Reaktion richtet, und entschieden werden, ob bestimmte Impfungen verabreicht werden können (Impfsicherheit).
Eigelb (F75) CLIA
Erläuterung: Hierbei handelt es sich um einen Test auf spezifische IgE-Antikörper, die das Immunsystem im Blutkreislauf gegen Proteine bildet, die ausschließlich im Eigelb vorkommen.
Zweck: Dies dient dazu, Kreuzreaktionen bei Nahrungsmittelallergie-Panels zu vermeiden und festzustellen, ob der Patient nur gegen Eiweiß oder auch gegen Eigelb allergisch ist.