Labor
Die durchschnittliche Lesezeit für diesen Inhalt beträgt 5 Minuten

Tests, die mit dem Buchstaben M beginnen

Leitfaden für Labortests: Tests, die mit dem Buchstaben „M“ beginnen

Nachfolgend finden Sie eine vollständige Liste aller Tests, die in den medizinischen Labors der Egemed-Krankenhäuser durchgeführt werden und mit dem Buchstaben „M“ beginnen. Damit unsere Patienten sich vorab über die Tests informieren können, sind für jede Untersuchung eine kurze medizinische Erläuterung sowie der Verwendungszweck im Labor deutlich angegeben.

Biochemie, Hormon- und Stoffwechseluntersuchungen

MAGNESIUM 24-Stunden-Urin

Erläuterung: Es handelt sich um die Messung der Menge an Magnesium, die über einen Zeitraum von 24 Stunden über die Nieren ausgeschieden wird. Magnesium ist einer der Grundbausteine des Muskel- und Nervensystems im Körper.

Zweck: Dieser Test dient dazu, zu beurteilen, ob die Nieren Magnesium speichern können, und die Ursache für einen unerklärlichen Magnesiummangel zu ermitteln.

MAGNESIUM In den Erythrozyten

Erläuterung: Es handelt sich um einen wesentlich genaueren Test, bei dem direkt in die Zellen (rote Blutkörperchen) eingedrungen wird, um den dort gespeicherten Magnesiumspiegel zu messen.

Ziel: Es soll ein „versteckter“ und chronischer Magnesiummangel auf zellulärer Ebene erkannt werden, der bei routinemäßigen Blutuntersuchungen zwar nicht auffällt, aber dennoch vorliegt.

Makroprolaktin

Erläuterung: Es handelt sich um die Abspaltung der biologisch inaktiven „großmolekularen“ Struktur, die das Milchhormon Prolaktin bildet, indem es sich im Blut an Antikörper bindet.

Ziel: Bei Patienten mit erhöhten Prolaktinwerten soll durch den Nachweis, ob es sich um eine Scheinerhöhung handelt, eine unnötige medikamentöse Behandlung oder MRT-Untersuchung vermieden werden.

Metanephrin, 24 Stunden, Urin

Erläuterung: Es handelt sich um die Bestimmung des Metanefrin-Moleküls, das beim Abbau des Stresshormons Adrenalin entsteht, im 24-Stunden-Sammelurin.

Zweck: Es handelt sich um eine der Standardmethoden zur Diagnose von schweren Bluthochdruckanfällen und eines Phäochromozytoms (Tumor der Nebennieren).

Metanephrine im 24-Stunden-Urin

Erläuterung: Es handelt sich um einen Sammel-Screening-Test im 24-Stunden-Urin auf die Abbauprodukte aller von den Nebennieren ausgeschütteten Katecholamine (Adrenalin/Noradrenalin).

Zweck: Wird zur allgemeinen Erkennung von neuroendokrinen Tumoren angefordert, die mit Herzklopfen, Schweißausbrüchen und hartnäckigem Bluthochdruck einhergehen.

METANEPHRINE – Freies Plasma

Erläuterung: Hierbei handelt es sich um die Messung von Metanephrin-Molekülen, die sich noch in freier Form im Blutkreislauf (Plasma) befinden, bevor sie in den Urin übergehen.

Zweck: Dieser Test liefert die frühesten Hinweise auf ein Phäochromozytom und weist die höchste Sensitivität auf.

Metanephrine – Spot-Urin

Erläuterung: Hierbei handelt es sich um einen Screening-Test der allgemeinen Metanefrin-Gruppe anhand einer zu einer beliebigen Tageszeit entnommenen Einmal-Urinprobe.

Ziel: Eine schnelle Vorabuntersuchung auf Anomalien der Nebennieren bei Patienten (insbesondere Kindern) durchzuführen, bei denen die Sammlung eines 24-Stunden-Urins schwierig ist.

METANEFRIN Spot-Urin

Erläuterung: Es handelt sich um die spezifische Einzelanalyse des Moleküls „Metanefrin“ in einer Spot-Urinprobe.

Ziel: Es soll im Urin des Patienten zum Zeitpunkt der Blutdruckkrise rasch der Zusammenhang zwischen Tumor und Adrenalin festgestellt werden.

METHYLMALONSÄURE (MMA), Serum

Erläuterung: Dies ist der Blutspiegel einer ganz bestimmten Säure, die sich in den Zellen ablagert, wenn im Körper ein Mangel an Vitamin B12 vorliegt.

Ziel: Die frühestmögliche und genaueste Diagnose eines „versteckten B12-Mangels“, der auf zellulärer Ebene beginnt, obwohl die Ergebnisse bei Standard-Bluttests normal erscheinen.

Genetische, pränatale und onkologische Untersuchungen

Mütterliche Kontamination

Erläuterung: Bei diesem Test wird festgestellt, ob sich genetisches Material der Mutter in den fetalen Proben vermischt hat, die im Rahmen einer Amniozentese (Fruchtwasserentnahme) während der Schwangerschaft gewonnen wurden.

Ziel: Nachzuweisen, dass genetische Untersuchungen wie die auf das Down-Syndrom vor der Geburt zu 100 % auf das Baby zurückzuführen sind, und Fehldiagnosen zu vermeiden.

Analyse von Deletionen und Duplikationen bei myelodysplastischen Erkrankungen (MDS)

Erläuterung: Bei der MDS-Erkrankung, bei der das Knochenmark kein gesundes Blut bilden kann, handelt es sich um ein molekulares Screening auf spezifische Lücken (Deletionen) oder Verdopplungen (Duplikationen) in der DNA.

Ziel: Es geht darum, anhand einer genetischen Kartierung der Krankheit vorherzusagen, in welche Richtung die Behandlung verlaufen wird.

MONOSOMIE / TRISOMIE 8

Erläuterung: Es handelt sich um eine zellgenetische Untersuchung zum Nachweis einer Fehlzahl (Monosomie) oder einer Überzahl (Trisomie) des 8. Chromosoms im menschlichen Chromosomensatz.

Ziel: Die Bestimmung der klinischen Risikogruppe (Aggressivität) des Patienten bei Blutkrebserkrankungen wie akuter Leukämie und myelodysplastischem Syndrom (MDS).

MPL-MUTATIONSANALYSE

Beschreibung: Es handelt sich um den Nachweis von erworbenen Mutationen im MPL-Gen, die eine übermäßige Produktion von Blutplättchen (Thrombozyten) im Knochenmark auslösen.

Ziel: Die Erstellung einer eindeutigen genetischen Diagnose der Erkrankungen Essentielle Thrombozythämie und Primäre Myelofibrose (Verhärtung des Knochenmarks).

Panel zum multiplen Myelom (MM)

Beschreibung: Es handelt sich um ein umfassendes Testpanel, mit dem alle für das multiple Myelom – eine Plasmazell-Krebserkrankung des Knochenmarks – charakteristischen kritischen genetischen und chromosomalen Anomalien gleichzeitig untersucht werden.

Ziel: Die Art des Krebses zu bestätigen, den Aggressivitätsgrad der Erkrankung zu bestimmen und die für den Patienten am besten geeignete, personalisierte medikamentöse Therapie (Chemotherapie) zu planen.

MYELODYSPLASTISCHES SYNDROM (MDS)-PANEL

Erläuterung: Hierbei handelt es sich um die gleichzeitige Kartierung zahlreicher verschiedener genetischer Mutationen, die bei der MDS-Erkrankung auftreten, welche im fortgeschrittenen Alter zu einem Versagen des Knochenmarks führt.

Zweck: Diese Untersuchung wird durchgeführt, um vorherzusagen, wie schnell sich die Erkrankung zu einer akuten myeloischen Leukämie (AML) entwickeln wird, und um zu entscheiden, ob eine Knochenmarktransplantation erforderlich ist.

Immunologie, Autoimmunität und Allergietests

Breites Panel für Myositis-Antikörper (Anti-Synthetase-Antikörper)

Erläuterung: Es handelt sich um eine umfassende Analyse der Autoantikörper, die dazu führen, dass das Immunsystem außer Kontrolle gerät und die eigenen Skelettmuskelzellen (sowie das Lungengewebe) des Patienten angreift.

Zweck: Wird zur eindeutigen Diagnose seltener rheumatischer Erkrankungen wie Polymyositis, Dermatomyositis und des Anti-Synthetase-Syndroms verwendet, die mit Muskelschwund einhergehen.

Molekularer Allergietest

Erläuterung: Dabei handelt es sich um eine Untersuchung auf molekularer Ebene, bei der anhand eines einzigen Blutprobes mithilfe von „Chips (Nanotechnologie)“ nach IgE-Antikörpern gesucht wird, die gegen Hunderte verschiedener Allergene wie Nahrungsmittel, Pollen, Hausstaubmilben oder Bienengift gebildet werden.

Ziel: Im Gegensatz zu klassischen Hauttests sollen Kreuzallergien eindeutig voneinander unterschieden und die individuell am besten geeignete Impfbehandlung (Immuntherapie) geplant werden.

BANANE (Banana f92) CLIA

Beschreibung: Es handelt sich um eine Chemilumineszenz-Analyse (CLIA) des IgE-Allergieantikörs, den das Immunsystem als Reaktion auf die Proteine in der Banane bildet.

Ziel: Feststellung von Nahrungsmittelallergien und Ermittlung des Risikos für das bei Personen mit einer Bananenallergie häufig auftretende gefährliche „Latex-Frucht-Syndrom“ (Kautschuk-Kreuzallergie).

Mikrobiologie und PCR-Tests

Pilzsuche, Nagel

Erläuterung: Dabei wird Keratengewebe von einem problematischen Nagel, dessen Form oder Farbe verändert ist, durch Abkratzen entnommen und unter Zugabe spezieller Lösungen direkt unter dem Mikroskop auf Pilzhyphen (Fäden) untersucht.

Ziel: Schnell festzustellen, ob die Veränderung am Nagel auf eine Pilzinfektion (Onychomykose) zurückzuführen ist, um gegebenenfalls mit einer medikamentösen Behandlung zu beginnen.

Mykobakterien-Kultur

Erläuterung: Dabei handelt es sich um die Vermehrung der langsam wachsenden Bakterien, die die Tuberkulose verursachen, durch wochenlange Beobachtung in speziellen Röhrchen bzw. Nährmedien im Labor.

Ziel: Die Tuberkulose-Diagnose zu 100 % zu bestätigen und festzustellen, gegen welche Tuberkulose-Medikamente der isolierte Erreger resistent ist (Antibiogramm).

MYCOBACTERIUM TUBERCULOSIS DNA-PCR

Erläuterung: Es handelt sich um einen molekularen Test, der innerhalb von Sekunden die DNA-Sequenz in Auswurf oder Flüssigkeit ermittelt, unabhängig davon, ob der Tuberkuloseerreger noch lebensfähig ist oder nicht.

Ziel: Anstatt wochenlang auf das Wachstum der Kultur zu warten, soll die Diagnose der potenziell tödlichen Tuberkulose innerhalb weniger Stunden gestellt werden.

Mycoplasma pneumoniae IgM und IgG

Erläuterung: Es handelt sich um den Nachweis von akuten (IgM) und dauerhaften (IgG) Antikörpern im Blut gegen das atypische Bakterium „Mycoplasma“, das in der Regel in Schulen und in überfüllten Umgebungen übertragen wird.

Ziel: Es geht darum, die eigentliche Ursache für das Krankheitsbild der „atypischen Pneumonie“ (Lungenentzündung) zu ermitteln, das sich durch hartnäckigen, wochenlang anhaltenden trockenen Husten und Fieber auszeichnet.

Toxikologie und Spurenelemente

MANGAN-Serum

Erläuterung: Dies ist der Blutspiegel des Schwermetalls Mangan, das für die menschliche Gesundheit notwendig ist, in hohen Dosen jedoch neurotoxisch (nervenschädigend) sein kann.

Ziel: Die berufliche Exposition von Beschäftigten im Bergbau und in der Rohstoffindustrie zu überwachen und die Ursachen für Parkinson-ähnliche Handzittern zu untersuchen.

Molybdän-Serum

Erläuterung: Es handelt sich um die Messung der Konzentration des Spurenelements Molybdän im Blut, das für die Funktion der grundlegenden Stoffwechselenzyme im Körper unerlässlich ist.

Ziel: Es soll überprüft werden, ob bei Intensivpatienten, die intravenös ernährt werden, Mangelerscheinungen vorliegen oder ob Vergiftungen aufgrund von Umweltbelastungen vorliegen.



Dieser Inhalt wurde von den Egemed-Kliniken erstellt.

Veröffentlicht: 09. April 2026 – 22:05 Uhr • Zuletzt aktualisiert: 09. April 2026